Problematisches und pathologisches Spielen

Glücksspiele führen für eine wachsende Anzahl von Menschen zu gravierenden Problemen und Schwierigkeiten. In Deutschland spielt etwa die Hälfte aller Erwachsenen mindestens einmal im Jahr. Von den 16- und 17-jährigen spielt jeder vierte Jugendliche in den letzten 12 Monaten Glücksspiele. Etwa 350.000 Menschen in Deutschland weisen ein Spielverhalten auf, dass zu finanziellen, sozialen sowie gesundheitlichen Problemen führt. Etwa 250.000 Spieler sind als süchtige Spieler zu diagnostizieren und haben die Kontrolle über ihr Spielverhalten verloren. Ein problematisches Spielverhalten oder eine Glücksspielsucht führt nicht nur zu hohen Geldverlust, es kann das gesamte Leben eines Menschen beeinträchtigen oder gar zerstören.

Nicht alle Menschen, die Glücksspiele in Anspruch nehmen, sind von einem problematischen Spielverhalten betroffen oder Glücksspielsüchtig. Durch Glücksspiele verursachte psychische und soziale Probleme entwickeln sich in der Regel schleichend und über mehrere Jahre hinweg. Das Ausmaß einer Spielsuchtproblematik und die Einbindung in das Glücksspiel reichen somit von einem unproblematischen, sozial begründeten Glücksspiel, bis hin zu einer Glücksspielsucht.

Ein problematisches Spielverhalten gilt als Vorstufe der Glücksspielsucht. Dabei ist das Glücksspielen zwar bereits mit negativen Konsequenzen verbunden, jedoch kann der Spieler sein Spielverhalten noch kontrollieren (Einsätze, Zeitaufwand). Setzt der Verlust der Kontrolle über das Spielverhalten ein, spricht man von einer Glücksspielsucht oder auch pathologischem Glücksspiel.

Menschen mit problematischem Spielverhalten finden sich in allen Alters- und Einkommensgruppen, Kulturen und Berufen. Einige Menschen entwickeln sehr rasch ein problematisches Spielverhalten, bei anderen kann dieser Prozess einige Jahre dauern.

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